Smartphone kaputt – Was tun?

Smartphone kaputt – Was tun?

Kaum jemand kann sich ein Leben ohne Handy vorstellen. Immer mehr Menschen nutzen die zahlreichen Funktionen eines Smartphones. Dieses Gerät ersetzt viele andere wie zum Beispiel Wecker, MP3 Player, Kamera und Diktiergerät.

Das Smartphone ist nicht nur im privaten Bereich wichtig geworden, damit ruft man auch berufliche E-Mails ab, vereinbart Termine und trägt sie in den Kalender auf dem Gerät ein. Das Smartphone ist für die meisten so wichtig geworden, dass man sich mit gröberen Problemen konfrontiert sieht, sollte das Gerät nicht mehr nach Wunsch funktionieren.

Welche sind die häufigsten Defekte?

Bei ungefähr drei Viertel aller Mobiltelefone, die in der Werkstatt landen, ist ein Schaden am Display zu verzeichnen. Ein Sprung am Bildschirm entsteht in der Regel nicht von alleine. Oft tritt dieser Fehler auf, wenn man das Smartphone auf einen harten Boden fallen lässt. Leider ist dieser Defekt auch einer der kostenintensivsten. Das Smartphone wird ja per Touchscreen gesteuert, daher handelt es sich nicht um einen einfachen Bildschirm, sondern um ausgeklügelte Technik, die dahintersteckt. Lässt man zum Beispiel das Display eines iPhone 7 direkt bei Apple tauschen, muss man mit Kosten von mehr als 180 Euro rechnen.

Defektes HTC One X

Ein weiterer häufiger Defekt ist ebenfalls auf einen Bedienungsfehler zurückzuführen – dabei handelt es sich um den Wassereintritt. Diese beiden Fehler können kaum vom Kunden selbst repariert werden, dabei ist meistens der Gang in eine Werkstatt oder das Einsenden des Geräts an den Hersteller nötig.

Anders verhält sich die Situation bei einem weiteren häufigen Fehler, nämlich der verminderten Akkuleistung. Bei Geräten mit austauschbarem Akku kauft man einfach einen neuen und mit wenigen Handgriffen ist der Defekt beseitigt.

Zurück zum Hersteller – immer die beste Lösung?

Ob man ein defektes Handy besser an den Händler oder Hersteller retourniert oder eine regionale Fachwerkstatt aufsucht, hängt unter anderem davon ab, wie lange man das Gerät schon hat. Hat man das Smartphone erst kürzlich gekauft, sollte man in den Unterlagen nachsehen, ob der Hersteller Garantieleistungen bietet.

Recht Paragrafen
Foto: Bernd Christian Gassner/pixelio

Entgegen der Auffassung mancher Konsumenten ist die Garantie nicht gesetzlich vorgeschrieben. Für die Garantie gelten folgende Punkte:

  • Vom Hersteller freiwillig gewährt.
  • Der Erzeuger setzt die Laufzeit fest.
  • Der Hersteller bestimmt, welche Mängel im Rahmen der Garantie behoben werden.
  • Sind die Kriterien erfüllt, erfolgt eine Reparatur oder ein kostenloser Tausch.

Vom Gesetz her hat der Kunde das Recht auf Gewährleistung, die in der Regel für Neuware zwei Jahre lang gilt. Davon sind jedoch nur Mängel betroffen, die bereits zum Zeitpunkt der Übernahme bestanden haben. Kauft man ein Smartphone und lässt sich der Akku nach einer Woche nicht mehr vollständig aufladen oder entlädt sich innerhalb weniger Stunden, ist das ein klarer Fall für eine Reparatur im Rahmen der Gewährleistung.

Der Nachteil, wenn man das Gerät an den Hersteller zurückschickt, liegt ganz klar in der langen Wartezeit. Bis das Smartphone beim Erzeuger eingetroffen und die erste Diagnose erfolgt ist, vergehen im besten Fall einige Tage.

Reparatur bei einer Werkstatt – was gilt es zu beachten?

Trägt man das defekte Smartphone in eine regionale Werkstatt, spart man Zeit und meistens auch Geld. In jeder Stadt und jedem größeren Ort gibt es Servicetechniker, die sich auf die Reparatur von Smartphones spezialisiert haben. Die Experten vor Ort führen eine umfassende Diagnose durch und finden den Fehler oft innerhalb weniger Minuten. Es ist ratsam, das Smartphone nicht einfach in der erstbesten Werkstatt zu lassen und keinerlei Fragen zu stellen. Man sollte auf jeden Fall einen Kostenvoranschlag einfordern.

Die Werkstätten dürfen für den Kostenvoranschlag und die Diagnose Geld verlangen, auch wenn man sich im Endeffekt für den Umstieg auf ein anderes Modell entscheidet. Der Kostenvoranschlag ist nur ein Richtwert, der definitive Rechnungsbetrag darf um bis zu 15 Prozent davon abweichen. Gerade bei einem Displaytausch kann es zu beträchtlichen Kosten kommen. Nicht immer rentiert sich eine Reparatur. Oft macht es Sinn, gleich auf ein anderes Modell umzusteigen. Als langjähriger Kunde eines Mobilfunkbetreibers profitiert man von Treueprogrammen, in deren Rahmen man bei Vertragsverlängerung auf ein neues Modell umsteigen kann.

Sind für die Reparatur geringe Kosten zu erwarten, sollte man sich dennoch bei der Werkstatt über einige wichtige Punkte informieren. Dazu zählen die Ersatzteile (Original oder Nachbau) sowie die Garantieleistungen auf die Reparatur. Alternativ zu den regionalen Werkstätten stehen auch Online-Anbieter für Handyreparatur zur Auswahl. Dabei schickt man das Gerät genauso mit der Post ein wie zum Hersteller.

Diese Lösung ist ideal, wenn man genau weiß, was dem Smartphone fehlt. Für die Online-Kostenberechnung muss man nämlich eingeben, welche Reparatur durchgeführt werden muss. Der Kunde füllt den Reparaturauftrag online aus (Art des Defekts und persönliche Daten) und schickt das Formular zusammen mit dem Gerät per Post an die Werkstatt. Auch hier muss man mit einer längeren Wartezeit rechnen als bei regionalen Dienstleistern.

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