Kommt bald ein Gesundheitstracker von Apple?

In einem Interview mit dem britischen Telegraph hat Tim Cook, derzeit CEO beim amerikanischen Konzern Apple, sich unter anderem zu den Plänen rund um einen Gesundheitstracker geäußert. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung der Apple Watch in eine Richtung, die der medizinischen Nutzung dient.

Schon bei der Apple Watch ist zum Beispiel ein Pulsmesser integriert, der wichtige Vitaldaten des Trägers ermittelt, aufzeichnet und abspeichert. An diesem Punkt scheint Apple nun anzusetzen und die Funktionen erweitern zu wollen.

Denkbar wäre, dass neben dem Puls bald auch andere Vitaldaten von Sensoren erfasst, gespeichert und anschließend grafisch dargestellt werden. Bei einer sehr hohen Genauigkeit der Sensoren und der Datenauswertung wäre auch die medizinische Nutzung dieser Funktionen durchaus denkbar.

Abb.: Apple Watch

Die neuen Features sollen laut Interview mit Tim Cook jedoch nicht bei einer neuen Generation der Apple Watch zum Einsatz kommen, sondern möglicherweise bei einem neuen Gesundheitstracker Verwendung finden. Ob es bereits konkrete Pläne zu einem Produkt gibt, ließ Tim Cook im Interview offen.

Wie könnte ein Gesundheitstracker von Apple aussehen?

Genaue Angaben zu den Plänen von Apple macht Cook gegenüber dem Telegraph nicht. Stattdessen deutet er lediglich Möglichkeiten an, die Apple möglicherweise derzeit prüft. Er sagt jedoch deutlich, dass die Messung von medizinischen Daten nicht bei einer neuen Apple Watch Verwendung finden wird.

Grund dafür seien die zu langwierigen Entwicklungszyklen. Damit könnte Cook meinen, dass Wearables wie eine Smartwatch üblicherweise nach etwa einem Jahr durch eine neue Generation ersetzt werden, die mehr Funktionen und eine stärkere Leistung bietet. Für ein Gerät mit der Funktion, medizinische Messungen vorzunehmen, wäre ein so kurzer Veröffentlichungszyklus nicht möglich.

Die Kosten für die Entwicklung würden in einem Einjahreszyklus wahrscheinlich nicht gedeckt. Cook spekuliert jedoch, dass die Messfunktionen möglicherweise in einer App oder einem anderen (eigenen) Gerät, wie beispielsweise einem speziellen Gesundheitstracker, zum Einsatz kommen könnten. Es bleibt also spannend, welche Wege der amerikanische Konzern Apple in der Zukunft gehen wird.